Endlich ist das neues Album der Dresdner Doom Metal/Stoner Rock Legende Gorilla Monsoon erschienen, es wurde ja auch wirklich Zeit. Aus diesem Grunde gaben sich die Herren die Ehre und luden gestern zur Record Release Party ins Sputnik. Zu den Vorbands kann ich nicht mehr viel sagen, viel mitbekommen habe ich von Ihnen eh nicht, dafür überzeugten Gorilla Monsoon um so mehr. Leider spielten sie nicht allzu viel von den neuen Sachen, sondern kramten eher die alten Stücke raus, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Für alle Daheimgebliebenen gibt es hier eine kleine Hörprobe...
Magic Moments hätten mir am gestrigen Freitag Abend fast das Genick gebrochen, aber schön hübsch der Reihe nach. Ich war zu einer Glühwein-Party in einer Waldhütte mitten in der Dresdner Heide eingeladen, und die Aussicht auf leckeren Glühwein konnte ich noch nie widerstehen. Also packte ich Schlafsack und Iso-Matte ein, schnappte mir mein Fahrrad und fuhr los. Fast den ganzen Weg ging es nur bergauf, ich hatte wohl unterschätzt, dass Dresden inmitten des Elbtales liegt, und so kam ich total klatschnass in der Waldhütte an. Ich hätte sie fast nicht gefunden, wenn ich nicht im Dunkeln ein schwaches Licht vom Weg aus gesehen hätte.
Das Feuer im Kamin prasselte und ich freute mich schon auf den Glühwein, ich sollte aber enttäuscht werden. Da meine Freunde einen Topf vergessen hatten, wurde leider nix daraus. So mussten also ein paar Flaschen Eibauer als Seelentröster herhalten: ... Alkohol ist dein Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot ... Und es gab eine Menge zu trösten, denn neben den zwei Pärchen, war auch noch Mister M da, welcher sich gerade von seiner Freundin trennte. Bereits am kommenden Morgen sollte Sie aus seiner Wohnung ausziehen.
Doch dann war das Bier alle ...
Die Kassierer - Das Schlimmste, ist wenn das Bier alle ist!
Die beiden Pärchen kuschelten schon längst in ihren Schlafsäcken, nur Mister M und ich waren von der illustren Runde übrig. Also hielten wir uns an die letzten beiden Flaschen Hauser Magic Moments (Orange mit Brandy und Heidelbeere Vanille & Rum), ein wirklich leckeres Gesöff, welches man entweder heiß oder kalt genießen kann, nur irgendwie hatten wir auch jetzt nicht die Wahl. Was trinkt man nicht alles, wenn die Vorräte zur Neige gehen. Nachdem auch die Magischen Momente vergangen waren, versuchten wir uns noch an dem kalten Glühwein, ließen dann aber auch ganz schnell wieder die Finger davon. Man muss sich eben einfach auch mal zurücknehmen können, der darauffolgende Morgen sollte für uns beide noch hart genug werden.
Die Aussage vom Hütter der Glaskugel, dass die Flecken auf meiner Hose nur von Ihm wären, lösten nicht gerade Begeisterungsstürme auf der Etage aus, der Zusatz, dass es sich dabei um braune Flecken handelte, machte die Sache dann auch nicht viel besser...
Das fünfte Konzert innerhalb von nur acht Tagen, so langsam sehnte ich mich nach einem gemütlichen Abend auf meiner Couch. Aber wenn Die apokalyptischen Reiter rufen, darf man es nicht ungehört verhallen lassen. Also rein in die Lederkluft und rein in die Doc's, so konnte man zum Glück die Zehensocken nicht sehen, und aufgesessen...
Als eine der Vorbands spielten Mustasch feinsten schwedischen Metal und heizten die Halle ordentlich für die Reiter vor.
Als dann die Reiter die Bühne enterten, gab es kein Halten mehr. Ein tobender Moshpit wütete vor der Bühne und brachte zwei Walls of Death hervor, und der doomed mittendrin. Bei dem Song Mir scheint die Sonne aus dem Arsch sprangen gleich fünf Typen aus dem Publikum auf die Bühne, zogen blank und zeigten das Körperteil, wo eigentlich nur sehr selten die Sonne draufscheint. Mein persönlicher Höhepunkt des Konzerts war aber das Fangen des Sticks am Ende des Konzerts, der nunmehr dritte in meiner Sammlung.
Wie ich heute beim Sport feststellen musste, war dies aber nicht das einzigste Souvenir vom Konzert, ein handtellergroßer blaugrüner Fleck prangt lustig auf meinem Schienbein, gekrönt von einer schönen Beule. Auch mein Kinn schmerzt noch etwas, ich werde wohl langsam zu alt für so eine Scheiße...
Der heutige Feiertags begann furchterregend... Trotz meines für mehrere Wochen ausreichenden Vorrats an Socken habe ich heute morgen kein einziges sauberes Paar in meinem Schrank gefunden. In meiner Verzweiflung musste ich ein paar bunt geringelte Zehensocken anziehen müssen, welche ich einmal geschenkt bekommen habe. Das ich den Tag bis jetzt ohne Augenkrebs überstanden habe, ist mir noch immer völlig unklar.
Der weitere Verlauf des Tages verlief noch unerfreulicher, da ich heute meinem Baby das noch zuckende Herz aus dem warmen Leib reißen musste. Im Klartext: heute ist Saisonende und ich habe mein Motorrad winterfertig gemacht. Zumindest der Sprit ist wohl das erste mal am Saisonende billiger als zum Beginn der Saison. Schlaf gut altes Mädchen, in 4 Monaten küss ich Dich wach und hauch Dir wieder neues Leben ein.
Gestern Abend spielten die Recken von Expretus seit mehr als zwei Jahren mal wieder in ihrer Heimatstadt Dresden vor einem leider nicht sehr zahlreichen Publikum. Nur 53 zahlende Gäste hatten sich bei dem Schmuddelwetter von der kuscheligen Couch ins Puschkin getraut, ein finanzielles Desaster für die Band. Ich selbst hatte eine Weile mit mir ringen müssen, mich nach meinem T-Bo Kurs noch einmal aufzuraffen, aber mich verbindet sehr viel mit den Jungs. Vor einigen Jahren war ich einmal Techniker der Band gewesen, obwohl ich davon eigentlich nie viel Ahnung hatte.
Von den beiden Vorbands habe ich nicht viel mitbekommen, deshalb kann ich dazu auch nicht viel sagen. Die Expreten lieferten dafür aber ein sauberes Konzert ab, auch wenn Sie keinen einzigen neuen Song gespielt haben. Die Vorbereitung für die Tour und die Proben haben wohl zu viel Zeit in Anspruch genommen. nach der zweiwöchigen Tour durch Ost- und Nordeuropa wollen Sie sich aber dann wieder im Proberaum an neuem Material versuchen. Ich bin gespannt.
Seit letzter Woche haben wir in der Kaffeeküche auf unserer Etage einen "Anti-Frust" Soft Punching-Ball (Artikel Nr. PE-6088-910 bei Pearl.de), und das keinen Tag zu spät. Meine mittlerweile ganz spezielle 'Lieblingskundin' ist anscheinend aus ihrer Lethargie aufgewacht, und versucht nun mit einer zum Himmel schreienden Inkompetenz unser System zu bedienen. Dabei generiert Sie pro Tag 4-5 Fehlermeldungen, die zum Teil so unsinnig und haarsträubend sind, dass ich nun zum Stammkunden am Punching-Ball geworden bin, um meine ständig wachsenden Aggressionen für diese Frau nicht an meinen unschuldigen Kollegen ausleben zu müssen.
Seit dieser Woche schickt Sie nun auch noch für ein zweites System Fehlermeldungen, da Sie dies wohl als Urlaubsvertretung übernommen hat. Ich bin echt kurz vorm durchdrehen, da helfen auch die CD's von Patty Moon nicht, welche ich mir gestern nach dem Konzert gekauft habe.
Ich habe heute in meiner Verzweiflung sogar schon nach einem Bild dieser Frau gegoogelt, um es auszudrucken und an den Punching-Ball zu heften. Aktuell ziert ihn gerade ein Bild von Bill Gates, welches aber schon arghhh ramponiert ist.
Heute Abend werde ich mir beim T-Bo einfach mal diese Frau als meinen imaginären Sparringspartner vorstellen, vielleicht hilft es ja, mich etwas abzureagieren. Wenn nicht, werdet Ihr leider bald in den Nachrichten von einem brutalen Amok-Lauf in Dresden hören müssen, aber mich trifft dabei wirklich keine Schuld...
Das letzte Wochenende mag zwar das Death Metal Weekend 2008 gewesen sein, aber auf Dauer schadet das nicht nur dem Körper sondern vor Allem auch den Ohren. Deshalb stand auf meinem heutigen Plan das Konzert von Patty Moon im Societaetstheater Dresden.
Die Band besteht aus Sängerin Judith Heusch, welche trotz Erkältung mit einer wahrhaft traumhaften Stimme bestach, dem Cellisten David Neuffer und Tobias Schwab am Piano und Electronics. Ihre Musik kann man einfach nur als traumhaft beschreiben, mal fröhlich, oft aber schwermütig und melancholisch. Manche Songs wurden von Soundteppichen aus dem Keyboard bzw. einem Drumcomputer unterlegt, aber am Schönsten empfand ich an diesem Abend einfach nur die Akustik-Songs: die ausdrucksstarke Stimme nur begleitet von Cello und Piano.
Dieser Abend wird mir sicher unvergesslich bleiben, und das lag nicht nur an der phantastischen Musik von Patty Moon sondern auch an meiner Begleitung für diesen Abend.
p.s. Dank noch einmal an den Hüter der Glaskugel, der diesen Abend erst möglich gemacht hat
Hiermit erkläre ich das vergangene Wochenende einstimmig als Death Metal Weekend 2008. Am Freitag spielten In Flames im alten Schlachthof. Zu den beiden Vorbands kann oder möchte ich nicht viel sagen, da ich von Sonic Syndicate nur einen Song gehört habe und Gojira weit unter meinen Erwartungen geblieben sind. Von In Flames aber wurde ich nicht enttäuscht, neben ein paar neuen Songs haben haben Sie eine Menge alter Sachen gespielt. Muahhh... Der Moshpit war der reinste Hexenkessel, ich glaube fast, ich werde zu alt für solchen Scheiß. Irgendwie habe ich mir dabei auch etwas die Hand verrenkt, noch heute habe ich ein fieses Ziehen. Aber was soll's, dabei merkt man wenigstens, dass man noch lebt.
Gestern war ich zu Hause beim Geburtstag meiner Mutter und wollte den Rest des Abends eigentlich nur schön auf der Couch abhängen. Es spielten aber zwei Death Metal Bands aus Sachsen im Heavy Duty und so wurde meine Abendplanung wieder über den Haufen geworfen. Zwar hatte ich auch hier die erste Band verpasst, aber Coming Fall waren dafür echt der Hammer. Seit langer Zeit mal wieder eine richtig geile Band im HD. Da hat sich der eine EURO Eintritt nun wirklich mal gelohnt.