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emotions

17
Aug
2009

Traditionen

Es hätte eigentlich eine schöne Tradition werden können...

Nach dem Ende eines Festivals und einer ausgiebigen Dusche wollte ich mich an diesem Sonntag wieder mit einer sehr guten Freundin treffen. Das erste Mal vor ein paar Wochen, am Tag nach dem WFF, saßen wir zusammen in einem Biergarten an der Elbe. Damals erzählte Sie mir, wie glücklich Sie gerade in Ihrer Beziehung sei und dass Sie mit ihr Freund zusammen ziehen wird. Ich freute mich sehr für Sie, zeigte Sie mir doch, dass es auch noch glückliche Beziehungen gibt.

Das Treffen am Sonntag verlief aber etwas anders, als ich es gedacht hatte. Noch in der Tür umarmte Sie mich zur Begrüßung, brach dabei dann aber gleich in Tränen aus. Sie hatte sich vor zwei Tage von Ihrem Freund getrennt und war völlig am Boden. Bereits damals hatte es bereits zwischen den Beiden gekriselt, aber Sie wollte es sich wohl nicht eingestehen. Nachdem Sie mir die ganze Geschichte erzählt hatte, konnte ich eigentlich nicht glauben, dass Sie es überhaupt so lange mit Ihm ausgehalten hatte. Aber wenn Gefühle mit im Spiel sind, schaltet das Gehirn wohl einfach ab. Dieses A... hatte Sie so gedemütigt und emotional verletzt, einfach unfassbar. An manchen Stellen Ihrer Ausführungen war ich einfach sprachlos und konnte nicht nachvollziehen, wie man so etwas einem Menschen antun kann, welchen man doch eigentlich liebt. Ich hoffe nur, er läuft mir in der nächsten Zeit nicht über den Weg.

Irgendwie ist es schon komisch, meine bisherigen Beziehungen sind zum größten Teil daran gescheitert, dass ich zu nett war, daher habe ich wohl auch eine Aversion gegen dieses Wort, was mir natürlich auch schon einen verhassten Spitznamen eingebracht hat. Am Ende meiner ersten sieben-jährigen Beziehung hörte ich unter Anderem sogar den folgenden Satz: Ich liebe Dich so sehr, aber ich muss Dich verlassen, weil Du immer so lieb zu mir warst und ich Dich nicht mehr verletzen möchte...

Wie auch immer, ich bin sehr froh, dass meine gute Freundin diesen Vollidioten endlich in den Wind geschossen hat, auch wenn es Ihr zur Zeit wirklich nicht gut geht.

25
Jul
2009

Gefühle

Angst...
Trauer...
Sehnsucht...
Schmerz...
Lust...
Einsamkeit...
Verlangen...
Wut...
Ratlosigkeit...
Hoffnung...
Melancholie...
Freude...
Aggressivität...
Optimismus...
Depression...
Euphorie...
Erschöpfung...

...nur keine Liebe

22
Jul
2009

hoffnungslos

Er hatte es mal wieder so richtig verbockt. Man kann es wirklich nicht anders sagen. Ihre Antwort auf seine letzte Nachricht war überdeutlich gewesen, und auch sein bester Freund hatte ihm gehörig den Kopf zurecht gerückt. Er fühlt sich zum Teil zwar zu Unrecht angegriffen, aber im Großen und Ganzen hatten sie beide Recht.

Dabei wollte er Sie doch einfach nur näher kennen lernen, um zu schauen, ob sie zusammenpassen würden. Und genau das dachte Er auch nach den ersten beiden Treffen mit Ihr. Sie ging Ihm nicht mehr aus dem Kopf, lies seine Augen wieder erstrahlen, zauberte ein Lächeln auf sein Gesicht, kreiste ständig in seinen Gedanken. Er wollte Sie wieder sehen, Er wollte Ihr sagen, wie es um Ihn stand, wie Er für Sie empfand. Und Er wollte hören, was Sie über Ihn dachte, ob Sie eine gemeinsame Zukunft für möglich erachtete. Zwar sagte Sie Ihm schon vor dem ersten Treffen, dass Sie für eine Beziehung nicht bereit ist, doch er hätte Ihr all die Zeit gegeben, die Sie gebraucht hätte.

Aber nach gleich drei Absagen in Folge gingen Ihm die Optionen aus. Auch wenn Ihre Antworten immer sehr herzlich waren, gab Sie Ihm nie das Gefühl, dass Ihr an einem erneuten Treffen mit Ihm überhaupt etwas liegen würde. Sie fragte nicht, ob man das Picknick nicht verschieben könnte, machte nie einen Alternativvorschlag, reichte Ihm nie einen Strohhalm, an den Er sich hätte klammern können. Schließlich fühlte Er sich von Ihr abgelehnt und verstoßen, war enttäuscht und traurig, hatte alle Hoffnung verloren...

Vielleicht ist Er deshalb auch in seiner letzten Nachricht an Sie übers Ziel hinausgeschossen? Vielleicht hatte er deshalb nicht die richtigen Worte gefunden? Hatte Sie Ihn aus diesem Grund so furchtbar missverstanden? Vielleicht …...
Aber ganz sicher war es wohl einfach das Blödeste, was Er Ihr hätte schreiben können.

...

Er wollte doch einfach nur wieder den Duft einer Frau wahrnehmen.
Er wollte nur wieder die Berührung und Wärme eines vertrauten Menschen spüren.
Er wollte endlich wieder einen zweiten Herzschlag neben dem Seinen hören.
Ja er wollte nur wieder vom süßen Nektar des Lebens kosten.

Er suchte nicht nach einer Frau, die Ihm das geben konnte.
Er ist auf der Suche nach der EINEN Frau.
Er glaubte beinahe, er hätte Sie endlich gefunden.
Aber er hatte Sie bereits verloren, noch bevor er überhaupt in Ihre Nähe gelangen konnte.

11
Jul
2009

die unerwartete Frage

In letzte Zeit häufen sich die Momente in meinem Leben, in denen ich denke, dass ich wohl nie eine Frau finden werde. Eine Frau, in der ich mich wieder verlieren kann, die mir die Wärme in mein Herz zurückbringt und die mir das Gefühl gibt, immer noch am Leben zu sein.

Neben ein paar kleineren Geschichten hatte ich bisher zwei längere Beziehungen, jeweils fast sieben Jahre. Aber über diese 7'er Jahresmarke hab ich es nie geschafft. Am Ende der ersten Beziehung wurde ich einfach gegen einen Anderen ausgetauscht [echt ein mieses Gefühl], ein klassisches Auseinanderleben war der Grund für das Scheitern der Zweiten. Nun bin jetzt schon fast zwei Jahre Single, von dem 6 Wochen Fiasko im März mal abgesehen, und so wie es ausschaut, wird sich das so bald auch nicht ändern.

Dabei bin ich doch weder ein abstoßender Häßlon [liegt sicher im Auge des Betrachters] noch ein widerliches Arschloch [obwohl Frauen ja darauf stehen sollen]. Ich rauche nicht, hab keinen Bierbauch, bin halbwegs gebildet und auch sonst ganz pflegeleicht. Gut, es mag sein, dass man[n] nach so langer Zeit Alleinsein ein paar Macken angenommen hat, aber haben wir die nicht Alle? Woran liegt es also? Ich hab wirklich keine Ahnung...

Am Anfang war es ja mal wieder entspannt, allein sein Ding machen zu können. Keinen, auf den man Rücksicht nehmen musste, keine Verantwortung, keine Verpflichtungen, keine Kompromisse... Das klingt zwar alles ganz toll, ist es aber nicht wirklich. Mit der Zeit kommen dann noch die Zweifel, die Sehnsüchte, das Verlangen - es fehlt eben so Vieles.

Und dann diese Frage:
Ich saß mit einer guten Freundin in einem Café an der Elbe, wir hatten uns schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen. Wir quatschten über alles Mögliche, dabei erzählte Sie mir auch, dass Sie nun mit ihrem Freund zusammen ziehen wird und ihre Beziehung richtig gut läuft. Bei mir gab's in der Hinsicht nicht allzu viel zu berichten.

Irgendwann schaute Sie mich dann an und fragte mich, was wohl passiert wäre, wenn wir uns früher unter anderen Umständen [wir waren damals beide vergeben] kennen gelernt hätten???

Wie Bitte? Was antwortet man auf so eine Frage? Vor Allem aber, wie kommt Sie darauf? Hat Sie nicht noch vor einigen Minuten gesagt, wie glücklich Sie mit ihrem Freund wäre? Also ich verstehe manchmal die Frauen nicht. Für mich würde sich diese Frage doch niemals stellen...

2
Jul
2009

Liebe, als wärest Du niemals verletzt worden

Wenn die Blicke einer Frau Tod und Verderben bringen könnten, wäre er diese Woche im Fitti auf dem Cross-Trainer vermutlich blutüberströmt, noch zuckend zusammengebrochen und eines grausamen qualvollen Todes gestorben oder hätte zumindest schlagartig die Symptome von Lepra im Endstadium gezeigt [was ja im Endeffekt auf das Selbe hinausläuft]. Dabei hat er sich doch wirklich nichts vorzuwerfen, hatte er die Beziehung doch sofort beendet, als ihm bereits nach nur wenigen Wochen bewusst wurde, dass dies nicht die Frau sein konnte, mit der er sich eine längerfristige Beziehung vorstellen konnte. Dazu waren sie einfach viel zu verschieden und hatten völlig widersprüchliche Interessen. Er war einfach nur offen und ehrlich zu Ihr, wollte Ihr auf keinen Fall etwas vorspielen, wenn Sie damit nicht umzugehen weiß, kann er auch nichts dafür. Vermutlich handelt es sich bei Ihr einfach nur um verletzten Stolz, von einem Mann abgewiesen zu werden? Aber wer kann das schon wissen, erfahren wird er es wohl nie, und ehrlich gesagt, will er es auch gar nicht.

Doch wozu sich zu längst vergangenen Geschichten rechtfertigen, eigentlich hat er doch ganz andere Probleme, denn seit ein paar Wochen spuckt ihm eine andere Frau durch den Kopf und lässt ihn einfach nicht mehr los. Kennengelernt hat er sie vor ein paar Wochen auf der Grillparty eines sehr guten Freundes. An diesem Wochenende waren sie dann an zwei Abenden in einer kleinen Gruppe aus, aber mehr als ein paar kurze Wortwechsel waren nicht drin, mal wieder sein altes Problem, eine interessante Frau anzusprechen...

Es dauerte eine Weile, bis er Sie über eine Online Plattform zu einem Kaffee einlud, sicherlich nicht die romantischste Art, aber den direkten Weg hatte er an dem Wochenende ja verbockt. Die 100km Entfernung zwischen ihnen kamen nun noch erschwerend hinzu. Sie nahm seine Einladung zu einem Kaffee zwar an, warnte ihn aber im gleichen Atemzug und gab ihm sinngemäß zu verstehen, dass Sie auf Männer gerade nicht gut zu sprechen sei und nicht traurig wäre, zur Zeit Single zu sein. Wow, ganz schön starker Tobak und eine ziemlich klare Ansage. Dabei wollte er Sie doch einfach nur erstmal näher kennenlernen und schauen, was für ein Mensch Sie ist. Ohne große Erwartungen an dieses erste Date, wenn man dies unter diesen Vorzeichen überhaupt so nennen kann, traf er Sie an einem Sonntag Nachmittag am vereinbarten Treffpunkt. Der Verlauf des Dates verwirrte ihn dann doch etwas, er hatte eigentlich nur einen kurzen Höflichkeits-Kaffee und ein schnelles Ende Ihrerseits erwartet. Als er aber nach fünf Stunden wieder nach Hause fuhr, hatte er Mühe, sich auf die Straße zu konzentrieren und musste sich zwingen, langsam zu fahren.

Er hatte die Zeit mit Ihr genossen, aber hatte Sie ihm nicht schon im Vorfeld die Grenzen klar aufgezeigt? Wieso konnte er Sie trotz alledem nicht mehr aus dem Kopf bekommen? Er musste Sie wieder sehen, aber war das klug?

Da er sie ursprünglich zu einem Brunch eingeladen hatte, griff er diesen Gedanken einfach noch einmal auf. Eigentlich hatte er spätestens jetzt eine klare Absage erwartet, aber wieder sagte Sie zu. Sie kam sogar schon am Vorabend, um mit ihm auf das Elbhangfest zu gehen. Das Straßenfest war dabei nicht sehr aufregend, dass Konzert einer lokalen Coverband noch das halbwegs interessanteste Event, dennoch war es für ihn ein sehr schöner Abend mit Ihr. Ihre Warnung vom ersten Date hatte er dabei aber stets im Hinterkopf, also wagte er es auch diesmal nicht, von seinen Gefühlen für Sie zu sprechen. Er wusste ja weder, was Ihr widerfahren war, noch welcher Mann Sie verletzt haben musste.

In dieser Nacht schlief Sie auf seiner Couch, während er noch lange Zeit wach lag. Nur eine dünne Wand zwischen ihnen, nur eine Tür trennte Sie, und doch war Sie unerreichbar für Ihn.

Am nächsten Morgen gingen sie gemeinsam zu seinem Lieblingsbrunch, einer Mischung aus normalem Frühstück, warmen indischen Gerichten, verschiedenstem Süßkram und Früchten. Einfach lecker. Übertroffen wurde dies nur durch Ihren Anblick, denn Sie sah einfach atemberaubend aus. Ein schwarzer Rock, dazu ein schwarzes Oberteil unter dem ein rotes Top hervorblitzte. Das war so unfair, Sie hatte doch mit Absicht seine Lieblingsfarbe gewählt. Jetzt wäre der Augenblick gewesen, um Ihr zu sagen, wie es um ihn stand, während Sie ihn anlächelte, aber er konnte es nicht. Zu tief saß die Furcht, von Ihr abgewiesen zu werden.

Er verstand diese Frau nicht, was dachte Sie über ihn? Sie musste doch bemerkt haben, dass Sie ihm nicht gleichgültig ist? Oft genug hatte er es doch angedeutet. Sie konnte doch nicht wirklich alle Männer einfach in eine Schublade stecken, nur weil Sie einige schlechte Erfahrungen gemacht hatte? Hat denn nicht Jeder schon diesen Schmerz erfahren müssen? Auch er wurde schon betrogen, verletzt und verlassen, aber immer wieder stand er auf. Irgendwo musste es doch Die Eine Frau für ihn geben...



Tanze, als würde Dich niemand beobachten
Liebe, als wärest Du niemals verletzt worden
Singe, als ob Dich niemand hören würde
Lebe, als sei der Himmel auf Erden!

Alfred D. Souza

18
Apr
2009

suchende Blicke - erblindet

Zwei drei Wochen lang schwirrten Tausende von Schmetterlinge in seinem Bauch herum, ein Gefühl, welches er schon sehr lange nicht mehr hatte. Die ganze Zeit lief er mit einem Dauergrinsen herum, welches man ihm sicherlich nur aus seinem Gesicht hätte herausschlagen können. Er war über beide Ohren verliebt...

Er genoss die Zeit und verbrachte fast jede freie Minute mit Ihr. Und es lief gut, wirklich richtig gut. Aber dann kamen die ersten Zweifel.

Passten Sie wirklich so gut zusammen? Hatten Sie neben dem Fitti überhaupt andere Gemeinsamkeiten? War es die Frau, mit welcher er die nächste Zeit verbringen wollte? Wohl eher nicht. Ein flacher Bauch ist eben nicht alles, wenn das Zwischenmenschliche nicht passt. Dies wurde Ihm nach und nach bewusst...

Er konnte Ihr nichts vormachen...
Er wollte ehrlich zu Ihr sein...
Er verließ Sie...

4
Mrz
2009

suchende Blicke II

Gestern Abend ging er wieder ins Fitness Studio, in der Hoffnung, Sie endlich wieder zu sehen. Aber wieder streiften seine Blicke durch die Räume, ohne Ihr bezauberndes Lächeln zu entdecken. Seit über zwei Wochen entzog Sie sich ihm nun schon auf diese Weise, warum hatte er Sie nicht schon viel früher gefragt?

Er begann sein Training, während ihm diese und weitere Fragen durch denn Kopf gingen. Gedankenversunken trainierte er so eine ganze Weile auf dem Laufband, als Sie ihn plötzlich anlächelte und ihn grüßte, während Sie in Begriff war, das Studio zu verlassen? Sollte dies der Augenblick sein, Sie nach einem Date zu fragen? So verschwitzt und klatschnass wie er war? Diese Frage erübrigte sich binnen weniger Minuten, als Sie zur Tür hinausging.

Er verfluchte sich Selbst, verfluchte seine Feigheit. Er redete sich ein, dass es der falsche Moment war, aber sicher war er sich nicht...


Auch heute war er wieder im Studio, um seinen Lieblingskurs zu besuchen. Einige Male zuvor hatte er Sie auch hier gesehen. Aber auch dieses Mal musste er enttäuscht feststellen, dass Sie nicht gekommen war. Nach einem abschließenden Gespräch mit dem Trainer ging er in die Umkleide, duschte kurz, und machte es sich dann auf der obersten Bank in der Sauna gemütlich. Er erkannte Sie erst, als sie in ein Handtuch gewickelt die Sauna verließ. Diesmal war er sich sicher, dass sein Timing so richtig daneben war. Nicht dass er total verschwitzt war, Nein, nun war er auch noch nackt. Nach einer Weile verließ auch er die Sauna, aber Sie war schon fort. Wieder einmal...

Nachdem er kalt geduscht hatte, schlang er sich sein Handtuch um die Hüften, griff nach seiner Trinkflasche und seinem Schlüssel, und wollte gerade den Ruheraum verlassen, als er Sie auf einer Liege entdeckte. Sie lag nur mit Ihrem Handtuch bekleidet direkt neben dem Ausgang, Ihre nasse Haut und Ihre Haare glänzten im schwachen Licht. Einfach atemberaubend. Aber dennoch blieb das Timing schlecht...

Als er den Raum verließ, trafen sich ihre Blicke und wieder lächelte Sie ihm zu. Unter der Dusche lief er dann wie ein verstörtes Tier in einem Käfig hin und her, während er darüber nachdachte, einfach zu Ihr zu gehen und Sie zu fragen. Als er sich dazu bereit fühlte, war Ihre Liege aber bereits leer.

So langsam begann er sich selbst zu hassen.


Bei der Abgabe seines Schlüssels am Eingang sah er Sie dann erneut. Diesmal war das Timing perfekt. Er war nicht verschwitzt und roch nach Iltis, denn er war frisch geduscht. Ja er war sogar komplett bekleidet. Wie gesagt, der Augenblick war perfekt...

...aber wieder ließ er ihn ungenutzt verstreichen.

Nein, so konnte es nicht weiter gehen. Es gibt nichts Schlimmeres als Feigheit vor dem Feind, aber war Sie sein Feind? Er brauchte
Gewissheit, er brauchte dringend eine Antwort, er musste Sie endlich fragen.

Er lief Ihr nach und Sie lächelte wieder als Sie ihm endlich Ihren Namen verriet. Was für ein Lächeln...

3
Mrz
2009

suchende Blicke

Wie fast jeden Abend in den letzten Wochen betritt Er den Raum, seine Blicke schweifen umher, in der Hoffnung, Sie zu erblicken. Aber Sie ist nicht da. Dabei würde er Sie gern fragen, was Sie von einem Kennenlern-Date halten würde. Mehr als ein paar Worte hatte er bisher mit Ihr nicht wechseln können. Ihr Lächeln aber hatte sich in seinem Kopf fest gebrannt und ließ Ihn nicht mehr los. Stunde um Stunde verging, aber auch an diesen Abend konnte er sich keine Gewissheit verschaffen...

22
Nov
2008

der erste Schnee

Als ich heute morgen wach wurde, schaute ich auf weiße Dächer, es hatte wohl die ganze Nacht geschneit. Vielleicht war dies der Grund, warum ich diese Nacht so unruhig geschlafen hatte. Wahrscheinlicher war aber eher meine Nervosität vor dem Treffen mit der Frau, welche ich zwei Tage vorher in der Groovestation nach dem Dozer Konzert angesprochen habe.

Sie stand während des Konzerts etwas seitlich auf einer Stufe, ein kleiner Strahler schien direkt auf Sie und lies sie erstrahlen, ich konnte meine Blicke kaum von Ihr lösen. Sie war genau der Typ von Frau, der mich ansprach. Groß, schlank, lange Haare, süßes Gesicht und Sie hatte zumindest schon einmal einen guten Musikgeschmack. Mich hatte es ziemlich erwischt, wenn man dies so nennen kann, ich kannte Sie ja noch nicht einmal. Ein guter Freund hatte dies wohl auch bemerkt und sagte dann zu mir: Es kann sicherlich sein, dass Sie 'Nein' sagt, wenn Du Sie fragst, aber Sie sagt bestimmt nicht 'Ja', wenn Du Sie nicht fragst. Ja als wenn das so einfach wäre. Ich redete mir ständig ein, dass ich es sicherlich bereuen würde, wenn ich es nicht täte.

Nach der letzten Zugabe machte Sie sich in Begriff zu gehen, und so lief ich Ihr hinterher und fing Sie am Ausgang ab. Was für ne krasse Aktion, ich hatte so etwas noch nie gemacht. Sie hieß Isabell und hatte ein wirklich bezauberndes Lächeln. Zu meiner Verwunderung sagte Sie dann auch wirklich 'Ja', als ich sie zu einem Kaffee einlud. Dies war für mich der Beginn zweier schlafloser Nächte...

Als Sie dann heute vor mir stand, war ich wirklich froh, dass ich Sie angesprochen hatte, schon allein dieser Augenblick war es wert gewesen. Sie nannte es sehr mutig, ich würde es wohl eher Mut der Verzweiflung nennen, aber wie auch immer, bis jetzt lief es doch einfach nur gut für mich.

Also suchten wir uns einen Platz in der Scheune, und tranken Chaipur, während wir uns über alles mögliche unterhielten. Sie saß vor mir im Kerzenlicht, lächelte und spielte mit ihrem Harr, und ich spürte wieder, wie es ist, zu leben.

Zumindest dachte ich es bis zu diesem Augenblick, denn nach der zweiten Tasse sagte Sie, dass Sie in mir keine falschen Hoffnungen wecken möchte, da Sie zur Zeit nicht auf der Suche nach einer neuen Beziehung ist. Der Schlag hatte gesessen... Und schließlich fiel auch wieder das böse Wort: sympatisch, ein Synonym für Nett. Ab diesem Moment blieb mir nichts weiter, als gute Mine zu bösem Spiel zu machen, und so verabschiedeten wir uns schließlich. Keine Umarmung, kein Kuss, kein Blick zurück, keine Telefonnummer, nur Dunkelheit und die Kälte des Schnee's...

Leise senkt sich nun wieder der Schnee und hüllt alles in jungfräuliches Weiß, kalt und rein. Es ist wieder Winter geworden, auch in meinem Herzen.

13
Jan
2008

das Haarshampoo

Heute war großer Wasch- und Putztag, man kommt ja zu nix, wenn man die ganze Woche auf Dienstreise ist. Obwohl nach genauerer Überlegung auch nicht viel mehr wird, wenn ich zu Hause bin. Egal...

Ich war also mitten im WohnungsHausputz, als ich sie sah:
- eine Flasche Haarshampoo

Nun, dies ist in einem Bad sicher nicht weiter verwunderlich, aber es war eben nicht mein Shampoo.
Kérastase Specifique - Bain Divalent

Nein, das konnte nicht mein Shampoo sein, es war Ihr Shampoo. Ich war sicher, all Ihre Sachen nach einem letztes Treffen mit Ihr aus meiner Wohnung verbannt zu haben, bis zu diesem Augenblick... Die Vergangenheit holte mich wieder ein, Wehmut kam auf. Warum musste ich immer noch so oft an Sie denken? Hatte Sie mich nicht schon genug verletzt?

Und dann dieser Duft, der sofort den ganzen Raum ausfühlte, als ich die noch fast volle Flasche in den Ausguss schüttete. Fast sah ich Sie vor mir stehen, frisch geduscht, nur mit einem Handtuch bekleidet, das Wasser perlt von Ihrer Haut... Von einem Shampoo, was um die 14 EURO kostet, kann man(n) aber auch einen betörenden Geruch erwarten.
doomed

diary of doom

late arrivals

ach so alkohol freies...
hat mich wieder zum bier mit alkohol gebracht.. denn...
Another Voice (Gast) - 5. Dez, 22:52
Hey, coole entscheidung
Ich war jetzt von 1998 bis 2009 straight edge, davor...
Another Voice (Gast) - 5. Dez, 22:48
und Ja... *g*
und Ja... *g*
_doomed_ - 2. Dez, 22:03
Ja
Ja
_doomed_ - 2. Dez, 22:02
sehr hübsch
müssen wir morgen nochmal drüber reden ;-)
DS (Gast) - 2. Dez, 20:19
sehr hübsch
da müssen wir morgen nochmal drüber reden...
DS (Gast) - 2. Dez, 20:18
Weihnachtskalender
Weihnachstkalender der etwas anderen Art findet man...
_doomed_ - 2. Dez, 15:27
Tenhi
Aus meteorologischer Sicht beginnt heute der Winter,...
_doomed_ - 1. Dez, 23:58
Lyrics
Tenhi - Kausienranta Tappaja auringonlasku Aurinko...
_doomed_ - 1. Dez, 23:54
Reschd hasde, da hädden...
Reschd hasde, da hädden se och selbor druf gommen...
der Andere (Gast) - 1. Dez, 22:06

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Zuletzt aktualisiert: 15. Dez, 15:36

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