Es war ein Morgen wie jeder andere auch. Nur halbwegs wach hab ich meinen Kram zusammengesucht, den Laptop gegriffen und mich auf den Weg ins Büro gemacht. Ich war etwas spät dran, die letzte Nacht war nur sehr kurz.
Ich fuhr den gewohnten Arbeitsweg, hörte dabei entspannt etwas Mucke. Es lief gerade Tool - die Eier von Satan. Es ist wohl der einzigste deutsche Song von Tool, rezitiert wird eine Backanleitung von Haschisch Keksen in satanistischer Eier-Form.
Tool - Die Eier von Satan
Plötzlich wurde ich jäh aus den Tran gerissen:
Vollbremsung, in Bruchteilen einer Sekunde war die Straße übersäht mit Glassplittern, Rauch, ein Scheinwerfer rutschte über den Asphalt... Aus den Augenwinkeln sah ich, wie ein Auto nach ein paar Drehungen zum Stillstand kam. Kurze Stille, danach hektische Schreie und wild aufgeregte Passanten...
Zum Glück bin ich heute statt mit dem Motorrad nur Bus gefahren, weil ich übers Wochenende einen Dienstwagen bekomme, sonst hätte ich wohl jetzt nicht darüber schreiben können.
Der Busfahrer hatte keine Chance, da der Autofahrer einfach mal das Stop-Schild an der Kreuzung überfahren und ihm die Vorfahrt genommen hatte. Ihm schien aber nicht all zuviel passiert zu sein.
Vor einer solchen Situation habe ich auch Angst, wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin. Neben den eigenen Fehlern muss man eben auch immer mit den Fehlern der Anderen rechnen. Vor Allem, wenn die Knautschzone aus nur 1,2- 1,6 mm brasilianisches Rindleder und ein paar strategisch halbwegs gut verteilten CE-Protektoren besteht.
Eigentlich wollt ich heute wieder zu den Filmnächten am Elbufer gehen, denn es lief Willkommen bei den Sch´tis. Schon Viele haben mir erzählt, dass der Film gut sein soll. Ein älterer Kollege meinte sogar [O-Ton]: er hätte vor Lachen gequickt wie ein kleines Schwein. Blöderweise hat sich aber wohl rumgesprochen, dass der Film sehr lustig ist, denn es standen eine Unmenge von Menschen an beiden Eingängen. Und natürlich war es ausverkauft, obwohl wir eine halbe Stunde vor Beginn da waren...
Außerdem die Erkenntnis, dass nicht Männer komisch sind. Nein, Männer sind recht einfach und halbwegs berechenbar. Außerdem hab ich wohl noch ein Gefühl vergessen:
Gleich ist es soweit. In etwa einer Stunde habe ich bereits den achten von zwölf Tagen in FFM abgeleistet. Den Rest schaffe ich auch noch. Mittlerweile hat sich das Dienstreise-Roulette wieder gar lustig weiter gedreht. Auch diesmal habe ich ein nettes Greulchen abgefasst, denn ich muss nächste Woche für zwei Tage nach Stollberg ins tiefste Erzgebirge. Die Bestätigung vom Hotel habe ich gerade bekommen. Hotel zur guten Quelle, was für ein Name, ich bin ja mal gespannt. Zumindest sieht es schon mal sehr rustikal aus.
Danach habe ich dann erstmal zwei Tage frei genommen, um nach Dinkelsbühl zum Summer Breeze zu fahren. Vorher geht es zum Warmwerden an diesem Wochenende zum Sucks'n Summer. Das sollten dann erstmal die letzten beiden Open Air Festivals für dieses Jahr sein.
Statt mich der Tristesse meines Hotelzimmers hinzugeben, war ich wieder im Grüneburgpark laufen. Diesmal ohne Krämpfe, nur den üblichen gewohnten Schmerz im linken Knöchel.
Ich habe gerade die neuen Orca Kataloge für Dive Winter 2009/2010 bekommen. Vielleicht wird es ja dieses Jahr mal nicht das Rote Meer, ich liebäugle ja schon lange mit den Malediven. Auch in Malaysia und Thailand kann man wirklich gut tauchen. Jetzt heißt es erstmal Tauch-Kataloge wälzen und was Passendes raussuchen. Gespannt bin ich auch auf die diesjährige Tauch-Crew, das diesmal vom harten Kern nur noch zwei übrig geblieben sind und sonst völlig neue Leute mitfahren wollen.
Gestern wusste ich vor Hitze gar nicht, was ich zuerst ausziehen sollte, heute habe ich sogar überlegt, ob ich zum Mittag eine lange Hose anziehe. Und ich war wirklich froh, dass ich mich für diese entschieden habe. Aber für einen Montag sind Temperaturen um die 20 Grad schon in Ordnung, wenn man im Büro sitzen muss.
Gestern sah die Sache schon ganz anders aus. Bei Temperaturen über 30 Grad konnte man ja eigentlich nur baden fahren. Also hab ich eine Decke, ein Handtuch, ein Buch und etwas zu trinken eingepackt und bin mit dem Rad nach Pratzschwitz gefahren. Normalerweise sind das um die 20 km, aber nicht, wenn man den kleinen Abzweig mit dem Schild Radweg verpasst, und dann nen riesigen Umweg von mehreren Kilometern fährt. Wenn dieser dann noch gespickt mit ein paar netten Anstiegen ist, hat man richtig schön geloostverloren. Klitschnass kam ich gegen 13 Uhr am hinteren Teil des Sees an. Dieser Teil ist viel schöner und nicht ganz so überlaufen wie am Hauptstrand. Außerdem sind die Kleidungsvorschriften hier nicht ganz so streng. *g* Also raus aus den verschwitzten Klamotten und hinein in den See. Es gibt wirklich nichts Besseres, na zumindest nicht viel Besseres.
Den ganzen Nachmittag verbrachte ich dann damit, einfach nur in der Sonne zu liegen, gute Musik von Hedon Cries, Insomnium und Kalmah zu hören, und ein Buch zu lesen. Nach vier Stunden brutzeln im eigenen Saft wollte ich dann nach Hause fahren, ein Blick zum Himmel gab nur mir Recht. Es zogen die ersten Wolken auf, und kurz nachdem ich zu Hause ankam, fing es dann auch schon an zu gewittern und zu regnen.
Gestern Morgen wachte ich vor Schmerz auf, ich hatte einen fiesen Krampf in der linken Wade. Das passiert eigentlich recht selten, nur immer dann, wenn ich am Abend vorher zuviel 'getanzt' habe. Nun ja, tanzen würde ich es eher nicht nennen, eher... Zumindest war ich nach dem vorigen Abend im Rosis overdanced & undersleeped, also ideale Voraussetzungen für einen morgendlichen Krampf.
Es folgte der übliche Wochenend-Trott: frühstücken, Bude aufräumen, Wäsche waschen, einkaufen, Fitti... So in dieser oder auch etwas abgewandelter Reihenfolge. Gott, wie ich diese stupide Routine hasse, das nächste Wochenende wird dafür definitiv besser.
Aber ganz so geradlinig verlief der Tag dann doch nicht. Mein Fitti ist das ganze Wochenende wegen Umbau geschlossen, blöderweise hab ich es erst mitbekommen, als ich bereits davor stand. Natürlich war auch kein Feld am City Beach mehr zu bekommen, also auch kein Beachvolleyball an diesem Wochenende. Deshalb hab ich einfach mal meinen Sonntagslauf vorgezogen, ich brauchte etwas Bewegung und Abwechslung. So gegen 19 Uhr machte ich mich fertig, da es nun nicht mehr ganz so heiß war. Bereits nach etwa 3 km musste ich aber abbrechen, da ich wieder Krämpfe bekam, diesmal in beiden Waden. Wie ein alter Mann saß ich eine ganze Weile auf einem Stein am Rande des Elbradwegs und starrte [Nach Starren kommt Wahnsinn] nur auf die Elbe. Ich überlegte, ob ich einfach nur zurücklaufe, oder wenigstens noch die kleine Runde zu Ende laufe. Ich habe mich für Letzteres entschieden und bin die restlichen 12 km dann ohne nennenswerte Probleme durchgelaufen.
Den Rest des Abends wollte ich eigentlich nur noch auf der Couch verbringen und meine Wunden lecken, jedenfalls bis mein Telefon gegen 23 Uhr klingelte. Also raffte ich mich nochmal auf und fuhr in den Bunker. Seit ner halben Ewigkeit war ich schon nicht mehr dort gewesen, aber wirklich verpasst habe ich da auch nichts, dies wurde mir ziemlich schnell bewusst. Meine musikalischen Wurzeln würde ich zwar nie verleugnen, aber der Geschmack wandelt sich eben.
Zwar bin ich heute immer noch undersleeped, dafür aber auch underdanced und ohne Krämpfe erwacht...
Hier noch die Ergebnisse des Laufs, auch wenn diese wenig repräsentativ sind...
Schon lange gab es kein Posting mehr aus der foodcorner, es wird also langsam mal wieder Zeit.
Vor einigen Jahren hatte ich mal in einem kleinen Strandrestaurant auf Bali einen Red Snapper gegessen. Diesen konnte ich mir vorher sogar aussuchen, bevor er einfach nur auf dem Grill zubereitet wurde. Einfach lecker. Seitdem wollte ich auch mal einen Fisch über Holzkohle grillen, bisher hatte ich es aber nie geschafft. Letzte Woche habe ich mir dann einfach mal eine Fisch-Grillzange und zwei Tilapia [eine Art Buntbarsch] gekauft. Und wie es der Zufall so will, wurde gestern Abend bei Freunden gegrillt. Nachdem die Mädels ihre Hühnchen-Grillkäse-Gemüse Spieße fertig hatten, kam dann neben ein paar Steaks auch mein Fisch auf den Grill. Die Kohle war zwar schon ziemlich runter gebrannt, aber noch völlig ausreichend. Das Ergebnis konnte sich schließlich auch sehen lassen, der Fisch ist wirklich richtig gut gelungen und mit etwas Salz und Zitronensaft richtig lecker gewesen...
Nachtrag:
Da ich kein ganzes Netz Zitronen wollte, kaufte ich als Alternative ein paar Limetten. Aus den Übrigen kann man ja ein paar leckere Mojito's mixen. Lustigerweise hatte der Gastgeber keine Limetten bekommen, dafür aber ein paar Zitronen gekauft. So hatten wir beide zwar das 'Falsche' gekauft, aber schließlich dann doch genau das 'Richtige'. Und weil mein Straf-Monat ohne Alkohol ab Mitternacht Geschichte war, habe ich mir an diesem Abend auch einen Mojito gegönnt.
OK, hier nun der zweite Versuch, über meinen Lauf im Grüneburgpark zu schreiben. Das erste Posting hat sich beim Speichern in den Weiten des World Wide Web mit einer lustigen Fehlermeldung verflüchtigt.
Da ich noch keine Laufstrecke in FFM gefunden habe, war ich auf den Tipp eines Kunden angewiesen. Er empfahl mir den Grüneburgpark, also schnappte ich mir meine Laufschuhe und lief nach der Arbeit los. Unzählige Ampelkreuzungen bremsten aber meinen Lauf, an eine gute Zeit war heute nicht zu denken. Der Park hingegen war richtig schön. Überall lagen Menschen auf der Wiese, spielten Volleyball oder Badminton und genossen einfach das schöne Wetter. Auch eine Unmenge an Läufern war auf den vielen Wegen unterwegs. Der Park erinnerte mich sofort an den Großen Garten in Dresden, nur das er viel kleiner war.
Eine Runde war nur etwa 2 km lang, warum ich diese dann auch gleich fünf mal gelaufen bin, um auf eine vernünftige Länge zu kommen. Dafür war sie aber sehr anspruchsvoll: lange Steigungen gefolgt von abschüssigen Strecken, vielen Kurven und einer Menge 'Gegenverkehr'. Ich glaube, ich werde demnächst noch einige weitere Runden in diesem kleinen Park drehen.
Hier die Laufergebnisse sowie ein Auszug der Strecke im Google Earth [um 90° gedreht - rechts ist Norden]
Ja ich hätte zwischenspeichern sollen, nun ist mein Posting über die heutige Laufstrecke Schall und Rauch. Aber heut schreib ich das nicht nochmal, ich hebe mir das für morgen auf, da ich noch kurz über mein neues Projekt sinnieren wollte.
Heute war ja der wärmste Tag der Woche, nur leider bin ich mal wieder auf Dienstreise in FFM. Zu gern hätte ich heute Abend in meiner Wohnung auf der Couch gesessen, während mir leichte Kälteschauer den Rücken hinunterkriechen.
Wie ich darauf komme? Ganz einfach, in den letzten Tagen habe ich fast alle meine Fenster mit der Hitzeschutzfolie beklebt. Normalerweise habe ich bei den heutigen Temperaturen um die 25-26 °C in meiner Wohnung. Laut Herstellerangabe soll die Folie die Hitze um 8-12 Grad senken. Wenn ich also mal von kleineren Wert ausgehe, müsste es jetzt in meiner Wohnung um die 18 Grad recht kühl sein. *g*
Na ich werde es morgen Abend ja sehen, ob ich den Abend im langen Pulli verbringe, oder doch nur wieder in ner kurzen Hose.
Schlagt mich, tretet mich, zieht mir ne große Holzkeule über den Schädel, wenn ich jemals wieder so einen Mist schreibe, dass ich nix zu tun habe. Neben dem mittlerweile gewohnten Stapel Aufgaben wartete heute ein Prio 1 Fehler [diesmal ein Echter] in FFM auf mich. Dieser hat mich dann fast den ganzen Tag auf Trab gehalten. Das Problem war recht schnell eingegrenzt, aber die Bereinigung war echt finster.
Ich geh jetzt erstmal eine Runde joggen, um den Kopf wieder frei zu bekommen...
Die heutige Frage lautet: Wie schafft man sich in kürzester Zeit möglichst viele Freunde aus der unmittelbaren Nachbarschaft?
Für Alle, die hier keine spontane Idee haben, folgt nun der ultimative Tipp. Voraussetzung ist natürlich ein geräumiger Keller mit hohem Fassungsvermögen und ein Kellerfenster zur Straßenseite. Man braucht nun nichts weiter zu tun, als sich früh um sechs! Uhr Kohle liefern zu lassen. Idealerweise lässt man Diese dann säckeweise über eine Blechrutsche unter lauten Getöse und Gerumpel in den Keller poltern. Das dauert dann zwar nur etwa eine halbe Stunde, reicht aber völlig aus, um die noch schlafenden Nachbarn im Bett stehen zu lassen. Wenn man die ganze Sache etwas sportlicher angehen möchte, kann man sich auch die ganze Kohle vor das Kellerfenster schütten lassen, um den Haufen dann mit einer Kohlengabel und purer Muskelkraft durch die kleine Öffnung zu befördern. Hier ist wohl auch der Zeitfaktor etwas höher zu bemessen, die Euphorie der Nachbarn steigt somit ebenfalls expotential. Die Hardcore Variante ist, sich die Kohle sehr früh an einem Werktag liefern zu lassen [das macht bereits ordentlich Radau] und den Haufen dann noch viel zeitiger an einem Samstag oder noch besser Sonntag in den Keller zu schaufeln. Standing Ovation und kleine zugeworfene Geschenke sollten der Lohn für diese Aktion sein.
...
Nun sitze ich schon seit kurz nach sieben Uhr im Büro und versuche mit Kaffee meine Augen gewaltsam zu öffnen. Der gerade einsetzende Regen stimmt mich aber gerade etwas freundlicher, denn zumindest bin ich trocken geblieben. Dafür wird sich mein Wecker zu Hause gerade die Seele aus dem Leib fiepen, ich hatte ja noch nicht mal die Chance, ihn auszuschalten, da ich zu diesem Zeitpunkt schon längst auf dem Weg ins Büro war.