Ab heute ist es nun offiziell, mein Experiment 'Lange Haare' ist nach 5 Monaten endgültig gescheitert. Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur, aber zusammenfassend kann man sagen, dass mir lange Haare [zumindest auf meinem Kopf] tierisch auf den Sack gehen.
Welch wohliger Duft durchströmt heute unser Büro, meine neue Raumteilerin alias Frau S. deluxe bekam heute ihre Lieferung von Lush. Zuerst hatte ich ja auf ein neues Parfum getippt, aber es war nur ein buntes Potpourri aus Handcremes, Körperbutter, Toner [Gesichtswasser] etc. ...
Ich habe mir das gesamte Spektrum nicht merken können, nur bruchstückhaft ist meine Erinnerung daran, vermutlich war ich zum Zeitpunkt des Auspackens gerade betäubt vom Geruch. Zwar nimmt Sie heute alles mit nach Haus, aber wir haben einfach mal den Karton mit dem Füll-Material schön mittig im Raum aufgestellt, da er ebenfalls einen recht starken Geruch verbreitet und sicherlich für die nächsten zwei drei Wochen als Raumerfrischer sehr gute Dienste leisten wird.
Zum Augenkrebs kommt nun also auch noch eine blutige Nase hinzu.
Seit gestern ca. 16 Uhr hab ich meine Soll-Arbeitsstunden für März abgeleistet. Nun bin ich schon im Plus und noch so viel Rest-Monat übrig, blöderweise auch noch viel zu viel Arbeit...
Am Ende dieses Tages noch eine wahre Perle aus meinem reichhaltigen Musik-Fundus. Kein Metal, kein DoubleBass, kein Grohlen oder Gekreische - nein, einfach nur zutiefst emotionaler Neofolk. Der Name der Band war Forseti, leider gibt es sie nicht mehr, da ihr Kopf Andreas Ritter im Jahre 2005 einen Herzstillstand erlitt, von dem er sich bis heute nicht wieder erholt hat [zumindest hab ich keine anders lautenden Informationen]. Aus Solidarität brachten viele namhafte Bands der Neofolk Szene 2006 zusammen die Kompilation Forseti lebt heraus, deren Erlös Andreas Richter und seinem Kampf gegen die Krankheit zugunste kommen sollte.
Der folgende Song Schmerzen stammt aus dem Album Erde, welches den letzte Teil einer Trilogie mit Jenzig und Windzeit darstellt. Dies sollte auch das letzte Werk der Band sein...
Forseti - Schmerzen
Bevor wieder Beschwerden zur Songauswahl kommen, gibt es hier noch einen kleinen Disclaimer:
Der Genuss der hier vorgestellten akustischen Beiträge erfolgt wie immer auf eigene Gefahr.
Frühlingsanfang, die ersten warmen Tage mit halbwegs angenehmen Plus-Graden. Die Zeit ist nun endlich reif. Reif für die Erweckung der schlafenden Schönheit. Ich pflanzte ein frisches Herz in ihren ausgeweideten Leib und wartete, bis das Leben in dem geschundenen Körper aufflackerte und langsam wieder erstarkte...
Mehr als vier Monate wartete mein Bike still in der dunklen Kälte auf mich, noch immer mit kretanischem Staub bedeckt [ich hab gerade festgestellt, dass ich nicht mal nen kleinen Reise-Bericht über die Moped-Tour nach Kreta geschrieben habe]. Gestern habe ich es endlich wieder zu mir nach Hause geholt. Und nächste Woche gönne ich meinem Schatz [ich schau gerade Herr der Ringe] eine gründliche Reinigung, damit sie wieder in altem Glanz erstrahlen möge. Ich bin ja mal gespannt, ob der im Internet als Wundermittel bezeichnete Edelstahl-Reiniger Optiglanz auch wirklich hält, was die Werbung verspricht.
Der gestrige Tag war echt nervig, ich habe mich ständig irgendwie aufgepumpt gefüllt. Nur war es nicht so ein gutes Gefühl wie nach einer Session im Fitti, sondern eher mehr ein ständiges Auf und Ab, und noch dazu völlig einseitig. Die Nacht war dann erwartungsgemäß die Hölle, heute fühle mich echt wie ausgekotzt...
OK, hier kommt die Auflösung:
Der Grund dafür war das Langzeit-Blutdruck-Messgerät, welches ich 24h Stunden tragen musste. Und all das nur, weil mein Doc bei der Ü35 Untersuchung leicht erhöhten Blutdruck bei mir festgestellt hat. Am Tag hat das blöde Teil alle 15 Minuten gepiepst und meinen Blutdruck gemessen, indem es diese blöde Arm-Manchette mit lautem Gebrumm aufgepumpt hat. Nachts hat es zwar dann nicht mehr gepiept, aber an Schlaf war auch nicht zu denken. Ich muss wohl heute echt Scheiße ausgesehen haben. Ja, es geht noch schlimmer. *g*
Zum Glück hatte ich die Auswertung von meinem Arzt heute noch nicht und konnte mir deshalb heute den Kaffee [und der ist bei meinem Stollberger Kunden verdammt stark] intravenös verabreichen [ab morgen könnte es damit vorbei sein], um mich halbwegs wach zu halten. Während der Präsentation hatte ich trotzdem echt Mühe, mich wach zu halten, und dass obwohl ich sie selbst gehalten habe...
Das Ende eines 12 Stunden Arbeitstages, im Radio laufen die letzten Minuten von meinFritz, einer Wunschsendung auf Fritz. Am Telefon eine junge Frau, welche gerade den Mann verloren hatte, den Sie liebt. Sie wünschte sich einen Song von System Of A Down...
Während ich ihn hörte, fuhr ich auf die Autobahn, noch zwei Stunden Fahrt vor mir, und auch ich fühlte diese Leere...
Ich war mir bisher meiner Wirkung auf kleine Kinder immer bewusst, aber in letzter Zeit hat diese wirklich eine neue Dimension angenommen. Gut, es gab schon das eine oder andere Anzeichen.
Vor ein paar Monaten zum Beispiel fing ein kleiner Junge lauthals an zu schreien, als ich ihn nur kurz auf den Arm nehmen wollte. Er musste gleich von mehreren Frauen wieder beruhigt werden.
Oder hier ein anderes Erlebnis aus dem letzten Winter: Zwei junge Mütter kamen mir mit [ich glaube] drei Kindern auf dem verschneiten Fußweg in meiner Straße entgegen. Ein kleiner Junge rannte vor ihnen her. Als er mich aber sah, rutschen er aus, fiel mir genau vor die Füße und fing ebenfalls jämmerlich an zu weinen. Mit meinen Worten, dass ich nichts getan hätte, erntete ich nicht gerade nette Blicke der Mütter. Und obwohl die Beiden kurz darauf meinten, dass Sie selbst total erschrocken waren, als der Kleine lang ausgestreckt vor einem schwarz gekleidetem Mann schreiend im Schnee lag, hat mich dieses Ereignis schon eine ganze Weile beschäftigt.
Heute habe ich schließlich der Sache noch die Krone aufgesetzt. Ich war zum Kaffee bei der FMDLS eingeladen, Ihr kleiner Sohn hatte zwar schon letzte Woche mit lautem Geschrei auf mich reagiert, aber am Ende hatte er sich doch beruhigt. So dachte ich zumindest. Weit gefehlt, denn heute als ich nur vorsichtig ins Zimmer schaute und er mich erblickte... Naja, ihr wisst schon. Das ganze Spiel hat sich dann noch einige Male wiederholt. Ich brauchte ihn nur kurz anschauen und das Gebrüll war groß.
Ich hatte mich schon seit gestern auf mein heutiges Mittag gefreut. Es sollte zwei Gänge geben:
Gebackenes Risotto Basilikum Törtchen gefüllt mit Mozarella auf Tomaten Carpaccio, dazu Oliven Focaccia
Erdbeer Daiquiri Mousse
Blöderweise konnte ich keinen meiner Kunden aus Z dazu überreden. OK, einer von Ihnen konnte eh keine feste Nahrung bei sich behalten und hat sich nur an Zwieback gehalten. Den Anderen war das Ganze aber wohl etwas zu fleischlos. Also gab es heute nun einen Sub des Tages vom sprechenden Penis. Wirklich schade...
Heute während eines Meetings bei einem Kunden:
Sechs Teilnehmer eines Meetings sitzen in einem Raum und lauschen den Ausführungen des doomed. Nach dem Ende der Präsentation und der üblichen Frage/Antwort-Runde werden noch ein paar aktuelle Probleme im System angesprochen. Ein Fehler hatte dabei eine ganze Reihe von fehlerhaften Vorgängen ausgelöst. Der Klick auf den Button Sätze zählen brachte die unheimliche Tatsache ans Licht oder genauer gesagt per Licht an die Leinwand:
666 fehlerhafte Vorgänge
Ein Raunen geht durch den Raum. Na, wenn da nicht der Antichrist seine Finger im Spiel hatte...
Pro Pain - in nur sieben Tagen - und ganz in der Nähe ...
Ich konnte es eigentlich nicht glauben, sollte es bis dato wirklich unbemerkt an mir vorbei gegangen sein? Zum Glück habe ich es vor nunmehr fast 10 Tagen in einem Dresdner Stadtmagazin gelesen. Der Rest ist schnell erzählt: kurze Euphorie gefolgt von lang-anhaltender Vorfreude, dem Kauf der Karten und einer ekelhaften Fahrt nach Bischofswerda [furchtbare Autobahn]. Der East Club ist eigentlich ein alter Gasthof mit einem riesigen Keller, von Außen wirkte er dabei aber recht klein. Und der Club war press voll, ich tippe mal auf ausverkauft...
Es spielten zwar zwei Vorbands, aber für die Erste kamen wir einfach zu spät, die Zweite verdient hier auch keinerlei Erwähnung. Nach fast einer Stunde Umbaupause und nicht enden wollender Pausenmusik war es schließlich soweit, Pro Pain aus New York betraten die Bühne und verwandelten den winzigen Club schlagartig in einen wahren Hexenkessel. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Lüftung recht gut funktioniert, nun aber versagte sie komplett, es wurde schlagartig stickig und heiß. Den Rest des Abend einfach nur noch schön den Kopf geschüttelt, fragt nicht, wie mir m nächsten Morgen der Nacken schmerzte. Die Initiative Pro Pain hatte ganze Arbeit geleistet.
p.s. im April gibt's ein neues Album
Pro Pain - In for the kill
Und noch ne kleine Zugabe vom With Full Force, ich bin der Typ irgendwo in der Mitte mit dem schwarzen Basecap... *g*